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Fragen & Antworten

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Silke Krebs beim 101-Schulen-Workshop Bild: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg

Was ist das Tolle an "101 Schulen"?

Was gestern noch die SMS war, ist heute What’s App, SchülerVZ ist mittlerweile komplett von Facebook verdrängt und morgen gibt es schon wieder ganz neue Medientrends bei den Jugendlichen, die auch wieder ganz neue Fragen aufwerfen. Mit "101 Schulen" helfen wir den Schulen Themen des pädagogischen Jugendmedienschutzes anzugehen und am Ball zu bleiben. Unser Anliegen ist es, auf der einen Seite die Faszination deutlich zu machen, die Medien wie Soziale Netzwerke oder Smartphones auf Jugendliche ausüben. Wir möchten aber auch vermitteln, wie Eltern das Internetverhalten ihrer Kinder  begleiten und anleiten können, ohne gleich den Stecker zu ziehen oder die Verantwortung an technische Filterprogramme abzugeben. Unsere zertifizierten Referenten informieren Eltern und Lehrkräfte über jugendliche Medienwelten und darüber, wie sie ihre Kinder an PC, Konsole und Co. begleiten können. Schülerinnen und Schüler lernen in Workshops, kompetent, kritisch und kreativ mit "ihren" Medien umzugehen. Dabei richtet sich das Programm an alle Klassenstufen und Schulformen. Das bedeutet: Zusammen mit der breiten Themenpallette und unserem landesweiten Referentennetzwerk, kann jede interessierte Schule ein passendes Angebot bekommen und das völlig kostenfrei.

Wer hält an den "101 Schulen" die Vorträge und Workshops?

Das LMZ verfügt über ein landesweites Netz mit hochqualifizierten medienpädagogischen Referentinnen und Referenten, die regelmäßig fortgebildet werden. Sie zeichnen sich v.a. durch ihr Fachwissen, vielfältige methodische Kompetenzen und ihre Leidenschaft für die Themen des pädagogischen Jugendmedienschutzes aus. Die Referentinnen und Referenten kooperieren für die Veranstaltungen außerdem mit den regionalen Medienzentren und deren pädagogischen Mitarbeitern.

Was erwartet die Schulen?

Mit "101 Schulen" wollen wir den Anstoß für die medienpädagogische Arbeit an den Schulen liefern und sie auf den Weg zur festen Verankerung von Medienbildung und Themen des Jugendmedienschutzes begleiten. Interessierte Schulen können Veranstaltungen aus unserem Angebot auswählen. Nach individueller Beratung über Themen und Termine vermittelt das LMZ die passenden Referenten aus dem Umkreis an die Schule. Wir schließen mit den Schulen eine Kooperationsvereinbarung ab, die die Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit festhält. Damit erhalten interessierte Schulen ein passgenaues Angebot.

Die Workshops für Schülerinnen und Schüler finden im Klassenraum statt und dauern etwa einen Vormittag, wird aktiv mit Medien gearbeitet etwas länger. Ziel ist es, bei den Kindern und Jugendlichen Reflexionsprozesse über den Umgang mit Medien in Gang zu bringen, zum Beispiel durch Rollenspiele, Diskussionen oder aktive Medienarbeit. Für die meisten Veranstaltungsformate bei "101 Schulen" reichen somit Klassenraum, Beamer, Lautsprecher und (falls vorhanden) eine funktionierende Internetverbindung vollkommen aus. Außerdem stellen die Kreis- und Stadtmedienzentren vor Ort Medien und Geräte zur Verfügung. Sie beraten und unterstützen die Schulen nach den Veranstaltungen auch auf ihrem weiteren Weg zur nachhaltigen Medienbildung. (http://www.lmz-bw.de/medienzentren.html)

Was sollten Lehrkräfte wissen?

Die Bildungspläne von Baden-Württemberg werden derzeit überarbeitet und Medienbildung wird als Leitprinzip künftig darin enthalten sein. Mit "101 Schulen" haben Schulen schon jetzt die Möglichkeit, sich diesen Themen anzunähern. Die Medienzentren vor Ort und das LMZ bieten Schulen nicht nur ein Beratungsgespräch zur medienpädagogischen Arbeit an, vielmehr haben Lehrkräfte auch die Möglichkeit schulinterne Fortbildungen nachzufragen und für den Prozess hin zu einem schuleigenen Mediencurriculum Beratung und Unterstützung zu erhalten. Bei Interesse genügt ein Anruf bei der medienpädagogischen Beratungsstelle des LMZ: 0711-2850-777, beratungsstelle@lmz-bw.de

Was waren die Highlights der ersten Runde?

Die riesige Resonanz. Es haben sich fast doppelt so viele Schulen für das Programm angemeldet als wir ursprünglich erwartet hatten. Das hat uns gezeigt, dass in Zeiten von Facebook und "What‘s App" ein Bewusstsein für die Notwendigkeit von Medienbildung in Schulen und Elternhäusern vorhanden ist. Wir waren flächendeckend in Baden-Württemberg unterwegs, sodass insgesamt ca. 14 000 Teilnehmer in 400 Schülerworkshops und 100 Elterninformationsveranstaltungen von dem Programm profitiert haben.

Zu den Highlights zählte auch, dass Frau Staatsministerin Silke Krebs gleich zweimal an Veranstaltungen teilgenommen hat. Sie war in einer 6. Klasse der Realschule in Remseck beim Workshop "Chatten – Von Newbie zum Crack" dabei und besuchte einen Elternworkshop zum Thema "Facebook" am Friedrich-Schiller-Gymnasium in Ludwigsburg. Hier reihte sich Frau Ministerin Krebs bei interessierten Eltern ein, als es darum ging, Konto- und Privatsphären-Einstellungen mit Unterstützung des freien LMZ-Referenten Uli Sailer zu überprüfen.

Wie sind die Reaktionen der Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer?

Die Reaktionen und Rückmeldungen der Teilnehmer sind durchweg positiv. Bei den Schülern kommen die praktischen Einheiten sehr gut an: etwa drei Schulstunden lang dreht sich alles um ihre (mediale) Lebenswelt. Da kennen sie sich – bis zu einem bestimmten Punkt – gut aus und jeder hat etwas zu sagen. Gleichzeitig schärfen sie ihren Blick für Fragen wie "Was ist heute eigentlich noch privat?" oder "Wie sieht es bei der Veröffentlichung von Bildern mit den Urheber- und Persönlichkeitsrechten aus?".  Wenn mit Handy oder Kamera praktisch gearbeitet wird, steht am Ende sogar ein eigenes mediales Produkt – für viele eine neue Erfahrung.

Die Rückmeldungen der beteiligten Lehrkräfte und Eltern haben uns überwiegend optimistisch gestimmt. Hier einige Beispiele:
"…Wir als Schule werden das Thema weiterhin schwerpunktmäßig in Klassenstufe 6 und 8 ansiedeln." (Rektorin der Realschule in Pfedelbach, Juli 2012)

"…Haben Sie vielen Dank für die Workshops. Es hat alles wunderbar geklappt. Ich habe selbst mal in einen Workshop mit rein gesehen und fand es einfach Klasse. Die Kinder hatten sehr gut mitgemacht und waren interessiert bei der Sache. Ihre beiden Referentinnen waren sehr von ihnen angetan. Auch unser Direktor war begeistert. Diese Workshops sind eine gute Sache und helfen, die Kinder in Bezug auf das Internet zu sensibilisieren und Ihnen Wege aus kritischen Situationen zu zeigen." (Elternbeitratsvorsitzende des Progymnasium und der Iselin-Schule in Rosenfeld, Mai 2012)

"…vielen Dank für ihre Unterstützung. es hat gestern Abend wunderbar geklappt und ich glaube, die Veranstaltung ist insgesamt sehr gut angekommen. Von den Referenten her war es meiner Meinung nach ein hervorragendes Team! Da wir gerne etwas Kontinuität in unsere Veranstaltungen bringen möchten, wäre es gut, wenn wir vor den Sommerferien nochmal telefonieren könnten." (Medienkreis der Waldorfschule in Backnang, Juli 2012)

 

Was ist neu an der zweiten Runde?

Wir haben als Reaktion auf verschiedene Wünsche und Fragen vor allem unsere Themenpalette erweitert. Denn es soll nicht nur um Medien und Medieninhalte gehen, die in den Medien selbst häufig thematisiert werden, etwa Facebook, Datenschutz und Cybermobbing. Vielmehr ist auch das Fernsehen in Form von "Reality-TV" nach wie vor wichtig oder Themen wie "Rechtsextremismus" und "Verbraucherschutz". Die aktive Medienarbeit sowie die Medienkritik spielen in der zweiten Runde eine wesentlich stärkere Rolle als zuvor. Wir werden außerdem noch stärker als bisher mit den regionalen Stadt- und Kreismedienzentren zusammenarbeiten, um die Angebote für Schulen bestmöglich umzusetzen.

Den Aspekt der Nachhaltigkeit wollen wir nicht vergessen. Wir möchten Schulen helfen, ihr eigenes individuelles Medienprofil zu erstellen. Gerade Schulen, denen wir schon mehrfach ein Angebot machen konnten, wollen wir Möglichkeiten zeigen, wie sie Medienbildung und die Themen des pädagogischen Jugendmedienschutzes langfristig in der Schule implementieren können. Das Landesmedienzentrum und die Stadt- und Kreismedienzentren bieten diesbezüglich umfangreiche Beratung und konkrete Unterstützung an, sei es in Form eines Medienentwicklungsplanes, einer gemeinsamen Erarbeitung eines schuleigenen Mediencurriculums, einer Schüler-Medienmentorenausbildung oder Lehrerfortbildungen in Form eines pädagogischen (Halb)-Tages oder ganzen Unterrichtseinheiten.

Kontakt

Beratungsstelle
0711 / 2850 - 777
beratungsstelle@lmz-bw.de