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Soziale Netzwerke

Jugendliche mit Förderbedarf lernen Neues über Facebook

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101 Schulen Schüler der Wilhelm-Maybach-Schule Stuttgart mit Referentin Christa Rahner-Göhring. Foto: Martin Stollberg (www.martinstollberg.de)

101 Schulen zu Gast an der Wilhelm-Maybach-Schule Stuttgart

Ob als Informationsquelle oder auch um Persönliches mit Freunden zu teilen – noch immer sind Facebook und Co bei Jugendlichen das Kommunikationsmedium der Wahl. Auch bei zwölf Schülerinnen und Schülern einer Berufsvorbereitungsklasse an der Wilhelm-Maybach-Schule in Stuttgart gehört Facebook zum digitalen Alltag. Ihr Klassenlehrer Winfried Beck erkannte einen großen Nachholbedarf und meldete seine Klasse bei „101 Schulen“ – einem Programm der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg – an.

Beck sah bei seiner Klasse vor allem einen Aufklärungsbedarf beim Umgang mit persönlichen Daten in Sozialen Netzwerken. „Meine Schüler haben alle ein Profil auf Facebook. Leider haben sich die wenigsten Gedanken gemacht, was mit ihren Daten geschieht“, erklärte der Pädagoge. Am 19. Februar 2014 fand zusammen mit Christa Rahner-Göhring ein Workshop zu Sozialen Netzwerken statt. Christa Rahner-Göhring, die seit mehreren Jahren als freie Referentin für das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg arbeitet, erklärte den Berufsschülern genau, was mit ihren Daten auf Facebook geschieht. Am Ende des Workshops war klar, wer alles die privaten Fotos auf Facebook sehen kann und welche Möglichkeiten man hat, um seine Privatsphäre zu schützen.

Medien-Expertin Rahner-Göhring, die bereits zum zweiten Mal in der Klasse zu Besuch war, zog eine positive Bilanz: „Ich habe das Gefühl, dass die Schüler nun schon sensibilisiert dafür sind, was sie auf Facebook stellen. Sie sind sich bewusster, dass sie sich – auch im Hinblick auf den künftigen Einstieg in das Arbeitsleben – überlegen sollten, was online geht“. Neben Privatsphäre-Einstellungen von Facebook war auch das Urheber-Recht Thema ihres Workshops. Was erlaubt ist und welche Konsequenzen drohen, wenn man unerlaubt Musikvideos oder Fotos ins Netz stellt, wurde im Detail geklärt. Referentin Rahner-Göhring ermutigte die Schüler dazu, im Zweifelsfall lieber selbst ein schönes Foto zu schießen, anstatt ein Foto aus dem Internet zu nehmen, für das die Urheberrechtsfragen nicht geklärt sind.

Am Ende der Veranstaltung ging es um Beleidigungen, Bedrohungen oder Bloßstellungen im Internet. Welche Möglichkeiten man hat, wenn Freunde gewalthaltige oder beleidigende Inhalte posten, wurde den Berufsschülern deutlich gemacht. Solche Beiträge können gelöscht oder bei Facebook gemeldet werden, auch das Blockieren des "Freundes" ist eine Option. Der Workshop, der sich mit seinem Themenmix nah an der Lebenswelt der Berufsschüler orientierte, wurde von allen Beteiligten positiv aufgenommen. Eine ähnliche Veranstaltung ist bereits für die Parallel-Klasse in Planung.

Wenn Sie ebenfalls eine der „101 Schulen“ werden möchten, melden Sie sich bei der medienpädagogischen Beratungsstelle des LMZ: beratungsstelle@lmz-bw.de, 0711-2850-777.

Unterrichtsmodule zum Thema „Facebook“ und „Cybermobbing“:

Soziale Netzwerke am Beispiel ‚partyfans‘ (Realschule, Fächerverbund Erdkunde - Wirtschaftskunde – Gemeinschaftskunde, Klasse 8)

Kennst du schon Ken? - Ein Hörspiel über soziale Netzwerke (Hauptschule, Werkrealschule / Realschule, Gymnasium, Deutsch, Klasse 8)

Net(t)-Dating (Hauptschule, Werkrealschule / Realschule, Gymnasium, Deutsch, Klasse 6-10)

101 Schulen ist Teil der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg und wird vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg im Auftrag des Staatsministeriums Baden-Württemberg durchgeführt. Das Ziel der breit angelegten Initiative der Landesregierung ist es, die IT- und Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen, Eltern und anderen Erziehungsverantwortlichen im Land zu stärken. Mit der Initiative werden die zahlreichen Projekte, Aktivitäten und Akteure im Land gebündelt, vernetzt und durch feste Unterstützungsangebote ergänzt sowie eine breite öffentliche Aufmerksamkeit für die Themen Medienbildung und -erziehung geschaffen. Träger sind neben der Medien und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG) die Landesanstalt für Kommunikation (LFK) und das Landesmedienzentrum (LMZ).

Kontakt

Beratungsstelle
0711 / 2850 - 777
beratungsstelle@lmz-bw.de